Seit der Gründung von Madonna e.V. setzen wir uns für die Verbesserung der Lebens- und Arbeitsbedingungen von Sexarbeitenden ein. Wir engagieren uns für ihre Rechte, ihre gesellschaftliche Teilhabe sowie für den Abbau von Diskriminierung, Ausgrenzung und Stigmatisierung.

Neben unserer Beratungs- und Unterstützungsarbeit entwickeln, begleiten und unterstützen wir Projekte, Kampagnen und öffentliche Veranstaltungen. Damit machen wir die Lebensrealitäten von Menschen in der Sexarbeit sichtbar, fördern den fachlichen Austausch und bringen ihre Perspektiven in gesellschaftliche, fachliche und politische Diskussionen ein.

Seit unserer Gründung im Jahr 1991 haben wir zahlreiche regionale, nationale und internationale Vorhaben initiiert, begleitet oder gemeinsam mit anderen Organisationen umgesetzt. Dazu gehören Bildungs- und Qualifizierungsprojekte, Gesundheits- und Präventionsangebote, Forschungs- und Dokumentationsvorhaben sowie Kampagnen zur Stärkung der Rechte von Sexarbeitenden und zum Abbau gesellschaftlicher Vorurteile.

  1. Modellprojekt „Neustart“

    im Auftrag des MFJFG, später „PROBIS“

  2. EU-Qualifizierungsprojekte für Sexarbeiter:innen „Hope“

    Bis heute unterstützen wir Sexarbeitende dabei, sich weiterzubilden und sich für Tätigkeiten auch außerhalb der Sexbranche zu qualifizieren.

  3. EU-Projekt „ANAKO"

    Analyse der Kompetenzprofile von Prostituierten als Voraussetzung für die sozio-professionelle Integration in den ersten Arbeitsmarkt

  4. EU-Projekt “ProClusion"

    Ziel war es, die soziale Integration und die Bürgerbeteiligung von Menschen in der Sexarbeit zu fördern.

  5. Beginn der Gesundheitsberatung

    im Auftrag der Stadt Bochum

  6. EU-Projekt „profrida"

     Prostituierte und Frauen mit Gewalterfahrung in den Arbeitsmarkt

  7. Fair-Play-Kampagne

    zur Fußballweltmeisterschaft 2007 der Männer

  8. Teilnahme am Modellprojekt "profiS""

    Coaching und Qualifizierung für Sexarbeiter:innen am Arbeitsplatz

  9. Das DDF-Projekt 2024: Aktivist*innen der Sexarbeit

    Das DDF-Projekt setzt sich zum Ziel die Vielfalt des Aktivismus in der Sexarbeit zu dokumentieren. Ein zentrales Element des Projekts ist die Sammlung und Digitalisierung von Archivmaterialien, die einen Einblick in die historischen und aktuellen Kämpfe der Sexarbeitenden bieten.

Darüber hinaus haben wir Benefizveranstaltungen, Fachtagungen, Ausstellungen und Informationsveranstaltungen organisiert. Ziel dieser Aktivitäten ist es, Wissen zu vermitteln, Vorurteile abzubauen und einen sachlichen Dialog über Sexarbeit zu fördern. Madonna e.V. beteiligt sich seit vielen Jahren an fachlichen und politischen Diskussionen über die rechtliche, soziale und gesundheitliche Situation von Sexarbeitenden. Dazu gehören unter anderem die Mitarbeit am Runden Tisch Prostitution des Landes Nordrhein-Westfalen, die Beteiligung an Debatten rund um das Prostituiertenschutzgesetz (ProstSchG) sowie die Zusammenarbeit mit Fachberatungsstellen, Interessenvertretungen von Sexarbeitenden, Wissenschaftler*innen und weiteren Kooperationspartner*innen.

Ein besonderer Schwerpunkt unserer Arbeit ist das Madonna-Archiv und Dokumentationszentrum SEXARBEIT. Hier sammeln, sichern und dokumentieren wir Materialien zur Geschichte, Gegenwart und gesellschaftlichen Wahrnehmung von Sexarbeit. Das Archiv bewahrt wichtige Zeugnisse, unterstützt Forschung und Bildungsarbeit und trägt dazu bei, Wissen zu sichern sowie die Perspektiven von Sexarbeitenden dauerhaft sichtbar zu machen.

So unterschiedlich unsere Projekte und Kampagnen auch sind – sie verfolgen ein gemeinsames Ziel: die Rechte von Sexarbeitenden zu stärken, ihre Lebens- und Arbeitsbedingungen zu verbessern und zu einer sachlichen, respektvollen und differenzierten Auseinandersetzung mit dem Thema Sexarbeit beizutragen.